Windschutzscheibe austauschen

Windschutzscheibe austauschen

HINWEIS:

1.Die folgenden Bauteile ausbauen:

2.Die Zierleiste (A) von der Kante der Windschutzscheibe (B) abnehmen. Gegebenenfalls die Zierleiste mit einem Schneidemesser abschneiden.

 

3.Wenn die alte Windschutzscheibe wieder eingebaut werden soll, mit einem Fettstift entlang der Scheibe und der Karosserie Ausrichtmarkierungen anbringen.

4.Den vorderen Teil des Dachhimmels herunterziehen. Darauf achten, dass der Dachhimmel nicht übermäßig durchgebogen wird, da er sich verformen oder brechen kann.

5.Schutzklebeband entlang der Kante von Armaturenbrett und Karosserie anbringen. Von der Fahrzeuginnenseite aus mit einer Ahle ein Loch durch den Gummiwulst, das Klebemittel und die Armaturenbrettdichtung im Eckenbereich der Windschutzscheibe bohren. Den Klavierdraht durch das Loch schieben und jedes Ende um ein Stück Holz wickeln.

6.Mit Hilfe einer außerhalb des Fahrzeugs befindlichen zweiten Person den Klavierdraht (A) in einer Sägebewegung hin- und herziehen. Den Klavierdraht dabei so dicht wie möglich an der Windschutzscheibe (B) halten, um Karosserie und Armaturenbrett nicht zu beschädigen.Vorsichtig durch den Gummiwulst und das Klebemittel (C) entlang der gesamten Windschutzscheibe schneiden.

 

Schneidbereiche: 

7.Die Windschutzscheibe vorsichtig herausnehmen.

8.Das alte Klebemittel mit einem Messer auf eine gleichmäßige Dicke von ca. 2 mm auf der Haftfläche rund um den ganzen Windschutzscheibenöffnungsflansch glattschaben:
  • Nicht bis auf die Lackfläche der Karosserie herunterschaben. Lackschäden beeinträchtigen die Haftung.
  • Den Gummiwulst und die Befestigungselemente von der Karosserie entfernen.

9.Die karosserieseitige Klebefläche mit einem mit Alkohol befeuchteten Schwamm reinigen. Nach dem Reinigen die Oberfläche vor Öl, Fett und Wasser schützen.

10.Sollte die alte Windschutzscheibe wieder eingesetzt werden, mit einem Spachtel alle Reste des alten Klebemittels, der Befestigungen und des Gummiwulstes von der Windschutzscheibe abschaben. Die Innenfläche und die Kante der Windschutzscheibe dort, wo neues Klebemittel aufgetragen werden soll, mit Alkohol reinigen. Darauf achten, dass die Klebefläche von Wasser, Öl und Fett freigehalten wird.

11.Den oberen Gummiwulst (A), den Eckgummiwulst (B), den unteren Gummiwulst (C) und die Befestigungselemente (D) wie dargestellt an der Innenseite der Windschutzscheibe (E) festkleben:
  • Sicherstellen, dass der Gummiwulst und die Befestigungselemente auf die Ausrichtmarkierungen (F) ausgerichtet sind.
  • Die Windschutzscheibe an den Stellen, an denen Kleber aufgetragen werden soll, nicht berühren.

 

12.Die Zierleiste (A) mit Klebeband (B) an die Windschutzscheibenkante (C) kleben:
  • Die Ecken der Zierleiste mit den Ecken der Windschutzscheibe ausrichten.
  • Die Windschutzscheibe an den Stellen, an denen Kleber aufgetragen werden soll, nicht berühren.

 

13.Die Befestigungselemente (A) an der Karosserie anbringen.

 

14.Die Windschutzscheibe in die Öffnung einsetzen und mittig ausrichten.An Windschutzscheibe und Karosserie mit einem Fettstift an vier Stellen Ausrichtmarkierungen (A) anbringen. Die Windschutzscheibe an den Stellen, an denen das Klebemittel aufgetragen werden soll, nicht berühren.

 

15.Die Windschutzscheibe herausnehmen.

16.Mit einem Schwamm wie dargestellt einen dünnen Film Glasgrundierung entlang der Kante der Windschutzscheibe (A) zwischen den Wülsten (B) und der Zierleiste (C) auftragen, dann leicht mit Gaze oder Mull abwischen.
  • Glasgrundierung auf die Zierleiste auftragen.
  • Keine Karosseriegrundierung auf die Windschutzscheibe auftragen und darauf achten, dass die Schwämme für Karosserie- und Glasgrundierung nicht miteinander vertauscht werden.
  • Grundierte Flächen niemals mit der Hand berühren. Geschieht dies doch, haftet das Klebemittel möglicherweise nicht richtig an der Windschutzscheibe, was nach dem Einbau der Windschutzscheibe zu Undichtigkeiten führen kann.
  • Wasser, Staub oder Partikel mit Schleifwirkung dürfen nicht auf die grundierte Fläche gelangen.

 

17.Mit einem Schwamm ein wenig Karosseriegrundierung auf das ursprüngliche Klebemittel um den Flansch des Windschutzscheibenausschnitts auftragen. Die Karosseriegrundierung mindestens 10 Minuten lang trocknen lassen:
  • Keine Glasgrundierung auf die Karosserie auftragen und darauf achten, dass die Schwämme für Glas- und Karosseriegrundierung nicht vertauscht werden.
  • Grundierte Flächen niemals mit der Hand berühren.
  • Vor dem Streichen des Flansches das Armaturenbrett abkleben.

 

18.Vor dem Befüllen der Patrone das Ende der Düse (A) V-förmig einschneiden (siehe Abbildung).

 

19.Klebemittel in die Patrone füllen. Dabei Luftblasen vermeiden, um eine kontinuierliche Klebemittelabgabe sicherzustellen. Die Patrone in eine Klebepistole einsetzen und den Klebstoff (A) wie dargestellt am Windschutzscheibenrand (B) zwischen Gummiwulst (C) und Zierleiste (D) auftragen. Das Klebemittel innerhalb von 30 Minuten nach dem Auftragen der Glasgrundierung auftragen. Das Klebemittel an den Ecken etwas stärker auftragen.

 

20.Die Windschutzscheibe mit Saugnäpfen über die Öffnung halten, auf die in Schritt 14 angebrachten Markierungen ausrichten und vorsichtig auf das Klebemittel absenken. Leicht auf die Windschutzscheibe drücken, bis die Kanten rundum dicht auf dem Klebemittel sitzen. Die Türen erst öffnen oder schließen, wenn das Klebemittel trocken ist.

21.Überschüssiges Klebemittel mit einem Kittmesser abkratzen oder mit einem Lappen abwischen. Klebemittel auf einer lackierten Fläche oder der Windschutzscheibe mit einem weichen, in Spiritus getränkten Putzlappen abwischen.

22.Das Klebemittel mindestens eine Stunde lang trocknen lassen, dann Wasser auf die Windschutzscheibe spritzen und auf Undichtigkeiten prüfen. Undichte Stellen markieren und die Windschutzscheibe trocknen lassen. Dann mit Dichtungsmittel abdichten.
  • Das Fahrzeug nach dem Einsetzen der Windschutzscheibe mindestens 4 Stunden lang stehen lassen. Muss das Fahrzeug innerhalb der ersten 4 Stunden gefahren werden, langsam fahren.
  • Die Windschutzscheibe innerhalb der ersten Stunde nach dem Einsetzen trocken halten.

23.Alle übrigen ausgebauten Teile wieder einbauen. Den Rückspiegel erst nach dem Durchhärten des Klebemittels anbringen. Der Kunde sollte folgendes in den nächsten zwei bis drei Tagen vermeiden:
  • Türen zuschlagen, wenn alle Fenster geschlossen sind.
  • Karosserie übermäßig verwinden (z.B. schräges Überfahren von Randsteinen oder Befahren schlechter Wegstrecken).